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Das Insider-Interview: Heiner Bruns, Client Solutions Sales Director Dell Deutschland

„Die Gewinnung von Fachkräften ist ein wichtiges Thema für jedes Unternehmen“

In unserer Interview-Reihe befragen wir regelmäßig Mitglieder des deutschen Dell-Managements und Partner von Dell zu aktuellen Themen, Trends und Technologien. Mit Heiner Bruns, Client Solutions Sales Director Dell Deutschland, sprachen wir diesmal über das Thema „Arbeitsplatz der Zukunft“.

Steckbrief: Heiner Bruns

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Verheiratet, zwei Kinder

Position: Client Solutions Sales Director Dell Deutschland

Alter: 44 Jahre

Größe: 1,78 m

Hobbies: Familie, Laufen, Heimwerken, „Ganzjahresgrillen“

Wie starten Sie in Ihren Arbeitstag?
N ach dem gemeinsamen Frühstück mit der Familie checke ich meine E-Mails und plane den Tag. Denn dafür ist die Ruhe am Morgen wirklich perfekt.

Haben Sie ein Hobby oder eine Sammlerleidenschaft?
Mich interessiert alles, was in Richtung Technik geht. Beispielsweise coole neue Gadgets, vom 3D-Drucker bis hin zu Flugdrohnen. Für solche Dinge begeistere ich mich.

Was sind Ihre bevorzugten IT-Geräte, die Sie für die Arbeit nutzen?
Me in Windows-Smartphone sowie meine beiden Arbeitsgeräte, ein Dell-Notebook Precision M3800 und ein Dell-Tablet Venue 8 Pro – ich bezeichne mich da als klassischen „Dreigerätenutzer“. Diese drei Geräte sind eine ideale Kombination, weil ich sie jederzeit, unabhängig von der Umgebung und von der Tageszeit, für meine Zwecke einsetzen kann. In Kürze steht der Umstieg auf ein Dell Latitude 7275 2-in-1 Notebook an.

Welche IT-Innovation der jüngeren Vergangenheit hat Sie am meisten beeindruckt?
Die Bedienung der IT-Geräte via Touch-Screen war eine revolutionäre Innovation.

Welchen Webseiten besuchen Sie am häufigsten?
Hauptsächlich sind das vier Seiten: Newsportale, Google, Amazon und Wikipedia. Das sind die Seiten, auf denen ich wahrscheinlich meine meiste Online-Zeit verbringe.

Was hat Sie bewogen, in der IT-Branche zu arbeiten – und wie sind Sie zu Dell gekommen?
Ich bin ein Kind der PC-Generation und quasi mit PCs aufgewachsen. Als Teenager hatte ich einige der damals gängigen Computer wie den Commodore VC20, C64 und Amiga. Nach dem Abitur habe ich dann ein Informatik-Studium absolviert. Direkt nach dem Studium bin ich gleich bei Dell eingestiegen. Das ist jetzt etwas mehr als 23 Jahre her. Die korrekte Bezeichnung meiner Position ist „Client Solutions Sales Director Dell Deutschland“. Damit bin ich für das Gesamtgeschäft von Dell in Deutschland im Bereich der Client-Systeme und -Lösungen verantwortlich. Dazu zählen alle PCs und Workstations von Dell sowie Peripherieprodukte wie Displays, Drucker, Software und Zubehör.

Wie schätzen Sie beim Thema Arbeitsplatz der Zukunft den Wettstreit der Unternehmen um die Fachkräfte ein?
Die Gewinnung von Fachkräften ist ein wichtiges Thema für jedes Unternehmen. Erst kürzlich habe ich an den IT-Strategie-Tagen teilgenommen. Hier gab es einen Round-Table mit CIOs und CEOs zu genau diesem Thema. Egal ob kleine, mittelständische oder große Unternehmen – der Kampf um die besten Mitarbeiter ist ein heiß diskutiertes Thema. Spannend ist natürlich die Frage, welche Rolle hier die IT spielt.

Und wie beurteilen Sie diese Situation in Bezug auf die IT?
Hier hat nach unseren Erfahrungen durchaus ein Umdenken eingesetzt. Das ist auch ganz logisch: Die IT war und ist ständig in Bewegung. Hier gab es schon immer einen Kampf um die besten Fachkräfte. Von den IT-Abteilungen hören wir außerdem immer wieder, dass die meisten Anwender in Fachabteilungen sehr genaue Vorstellungen davon haben, wie IT zu funktionieren hat und welche Herausforderungen es gibt. Das geht weit über die Hardware hinaus und betrifft auch Prozess-Themen. Hier erfolgt quasi eine Öffnung der IT in Richtung der Mitarbeiter, und das ist richtig und wichtig.

Ist das ein Trend, der aus den USA kommt und sich allmählich auch hierzulande durchsetzt?
Das stimmt, wenn man sich die Zahlen anschaut. Eine gute Zahlenbasis liefert uns zum Beispiel unsere eigene Studie „Future Ready Workforce“, die wir schon seit mehreren Jahren in Folge durchführen. Daran sehen wir sehr deutlich, welche Trends sich wie über die Zeit entwickeln, etwa Remote-Arbeit oder Zeitarbeit. Dazu zählen Aspekte wie stationäre oder mobile Arbeitsplätze sowie der Einfluss der vom Arbeitgeber bereitgestellten IT-Ausstattung auf die Wahl des Arbeitsplatzes. Bei einigen Trends mag Deutschland im Vergleich zu seinen Nachbarländern etwas hinterherhinken, aber insgesamt geht es in die gleiche Richtung.

Wie wird der Arbeitsplatz der Zukunft aussehen?
Mit Szenarien visionärer Hightech-Arbeitsplätze kann ich nicht aufwarten. Meiner Meinung nach wird es auch in Zukunft klassische Desktop-Arbeitsplätze geben. Natürlich werden hier neue Technologien Einzug halten, vergleichbar zur Entwicklung der Touch-Screen-Technologie. In Zukunft werden neue Funktionen wie Gesten- oder Sprachsteuerung hinzukommen. Auch die heute noch vorhandenen vielen Kabel am und unter dem Arbeitsplatz werden weniger. Sicherlich wird der Mitarbeiter der Zukunft auch andere IT-Geräte zur Verfügung haben, die heute noch nicht erfunden sind.

Denken Sie, dass auf dem Weg zum Arbeitsplatz der Zukunft schon jetzt eine Umstrukturierung der IT stattfinden muss?
Das hängt vom Unternehmen ab und wird dort sicherlich jeweils unterschiedlich gelöst. Aber letztendlich muss der CIO solche Veränderungen vorantreiben. Hier ist zudem das Unternehmens-Management gefordert, damit die IT und deren Mitarbeiter solche Aufgaben nicht als lästige Verpflichtung, sondern als Chance verstehen. Das Bewusstsein ist zwar bei den meisten IT-Verantwortlichen vorhanden. Dennoch gibt es immer einige, die daran zweifeln oder erst einmal abwarten wollen. Denen möchte ich ans Herz legen, dass es ganz wichtig ist, offensiv auf diese Themen zuzugehen. Tut man das nicht, wird man letztendlich von den Mitbewerbern überholt.

Am Arbeitsplatz der Zukunft werden Wireless-Technologien eine wichtige Rolle spielen. Demnächst sind erste Produkte mit Wireless Docking verfügbar – was sind die Vorteile?
Generell ist es ja so, dass jede Form einer Wireless-Verbindung ein Komfortgewinn und für den Anwender letztendlich ein Produktivitätsgewinn ist. Jeder kennt das vom Wireless LAN. Aber jeder kennt wohl auch das Problem, wenn man in ein Büro kommt oder an einem Meeting teilnimmt: man möchte die Peripheriegeräte wie Maus, Monitor oder Projektor mit seinem Notebook verbinden und die passenden Kabel fehlen! Mit einer Technologie wie Wireless Docking gehört das der Vergangenheit an. Die Verbindungen sind problemlos und im Handumdrehen hergestellt – ganz ohne Kabelsalat. Ein weiterer Vorteil ist, dass vielleicht irgendwann die Kabelschnittstellen wie Buchsen und Stecker an den Geräten verschwinden. Das wiederum ermöglicht noch platzsparendere und kleinere Formfaktoren der Geräte. Denn die Anschlussbuchsen bestimmen häufig, wie dick oder hoch ein Gerät ist, beispielsweise beim Notebook.

Wird künftig die komplette PC-Peripherie ohne Kabelverbindungen auskommen?
Das ist eine Evolution, keine Revolution. Diese Technik wird sich im Consumer-Bereich nach meiner Einschätzung sehr schnell durchsetzen, während wir im Business-Bereich über Jahre eine Koexistenz sehen werden. Das können durchaus fünf, sechs oder noch mehr Jahre sein. Denn letztendlich bestimmt der Kunde und Anwender, wie schnell sich eine Innovation durchsetzt.

Wie wichtig ist für die Mitarbeiter jetzt und in Zukunft die IT am Arbeitsplatz?
Diese Frage ist spannend. Denn genau zu diesem Punkt hat die von mir bereits genannte Umfrage einige interessante Erkenntnisse geliefert. So meinten 80 Prozent der Befragten, dass die Ausstattung des Arbeitsplatzes zwar nicht der alles entscheidende Punkt, aber zumindest ein wichtiger Aspekt für die Wahl des Arbeitgebers und des Jobs ist. Knapp ein Viertel der Befragten sagte, sie würden aufgrund einer besseren IT-Ausstattung einen Wechsel des Arbeitsplatzes in Betracht ziehen. Gerade bei jüngeren Leuten habe ich immer wieder festgestellt, dass sie weniger Wert auf einen Firmenwagen legen, dafür aber umso mehr auf die IT-Ausstattung der Firma.

Welche weiteren Innovationen werden für den Arbeitsplatz der Zukunft noch relevant sein?
Die nachhaltigsten Innovationen werden wir im alltäglichen Büroleben nach wie vor in den Bereichen Mensch, Maschine, Interface sehen. Hierzu gehören für mich zweifelsohne die Gestensteuerung und die virtuelle Desktop-Darstellung, bei der Bildschirm und Schreibtisch miteinander verschmelzen. Der Bürotisch ist dann sozusagen ein Teil oder sogar der ganze Bildschirm und wird zu einem großen interaktiven Bedienpanel des Computers. 3D-Themen, ob mit oder ohne 3D-Brille, halte ich eher bei den Entwicklerarbeitsplätzen für spannend, weniger im klassischen Büroalltag. Letztendlich geht es immer um die Produktivität der Mitarbeiter.

Dell engagiert sich stark im sozialen Bereich und hat dazu mit dem Plan 2020 zahlreiche Projekte ins Leben gerufen. Sind Sie persönlich hier ebenfalls aktiv?
Ja, absolut. Kurz etwas zur Erklärung: Dell bietet eine Plattform mit der Bezeichnung „Youth Learning and Powering the Possible“. Weltweit unterstützt Dell hier junge Leute, die keinen Zugriff auf Bildungsmittel für Schule und Studium haben. Dell-Mitarbeiter können sich in entsprechenden sozialen und gemeinnützigen Einrichtungen für solche Schüler und Studenten sozial engagieren. Ich tue das beispielsweise in meinem Sportverein sowie in Elternprojektgruppen in der Schule meiner Kinder. Außerdem organisieren wir als Dell regelmäßig Veranstaltungen, deren Erlöse sozialen Zwecken zugutekommen, beispielsweise beim Laufwettbewerb Charity Walk & Run Frankfurt. Ich persönlich finde es gut und wichtig, dass Dell solche Programme vorantreibt.

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