Die Cloud: Das ist doch eh alles unsicher, oder etwa nicht? - Sicherheit - Heise Partnerzones Sicherheit . Dell, Cloud, Mobile, Security, Enterprise, Business, Software . Cloud, Mobile und Security: Erfahren Sie alles über die Lösungen von Dell /styles/zones/basis.css

Die Cloud: Das ist doch eh alles unsicher, oder etwa nicht?

Unsicher sei die Cloud, argumentieren Gegner dieses IT-Modells gerne. Was genau damit gemeint ist, bleibt meist nebulös. Die Realität schaut anders aus, denn: Die Effektivität der IT-Sicherheit wird entscheidend von proaktiv ergriffenen Schutzmaßnahmen bestimmt. Für das eigene Rechenzentrum gilt dieses Grundprinzip genauso wie für die Cloud.

Autor: Eric Tierling

Hartnäckig hält sich gerade bei deutschen Unternehmen der Eindruck, die Cloud sei unsicher. Zweifelsohne haben die Snowden-Enthüllungen über die Machenschaften der NSA und ihrer verbündeten Geheimdienste das Vertrauen in die Digitalisierung von Unternehmen, für die das Cloud Computing eine bedeutende Rolle spielt, nachhaltig beeinträchtigt. Dies ist umso folgenschwerer, da die digitale Wirtschaft große Chancen für die Zukunftsfähigkeit von Deutschland bereithält und entscheidend ist für die künftige Wettbewerbsfähigkeit des hiesigen Standorts. Nicht ohne Grund zählt die mit enormer Schnelligkeit fortschreitende Digitalisierung von Geschäftsprozessen – auch bekannt als „digitale Transformation“ – zu den Top-Themen, die Unternehmen hierzulande momentan bewegen und noch einige Zeit bewegen werden. Zwar tragen mehrere Aspekte zum erfolgreichen Gelingen dieser Umwandlung bei, doch klar ist: Die sichere Nutzung von Cloud-Technologien spielt hierbei eine wesentliche Rolle.

In Diskussionen zeigt sich, dass eine Ursache für die Cloud-Unsicherheit bereits in  der unpräzisen Verwendung der Terminologien begründet ist: Den häufig zitierten Terminus „sichere Cloud“ gibt es nicht. Schon in seiner Einleitung stellt auch der vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) im Oktober 2014 herausgegebene Leitfaden „Sichere Nutzung von Cloud-Diensten – Schritt für Schritt von der Strategie bis zum Vertragsende“ diesen Umstand klar heraus. Vielmehr geht es um das „sichere Cloud Computing“.

Fakten, Fakten, Fakten

Für wie sicher oder unsicher deutsche Unternehmen das Cloud Computing erachten, zeigt zum Beispiel die im März 2015 veröffentlichte repräsentative Umfrage Cloud-Monitor 2015, die auf den Ergebnissen von 458 befragten Unternehmen mit mindestens 20 Mitarbeitern basiert. Dieser im Auftrag der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG sowie in Zusammenarbeit mit dem Digitalverband BITKOM durchgeführten Erhebung zufolge nutzen – aller Sicherheitsbedenken zum Trotz – bereits 44 Prozent der Firmen in Deutschland das Cloud Computing. Dabei ist eine zunehmende Tendenz klar erkennbar: 2013 waren es noch 40 Prozent und 2012 lediglich 37 Prozent.

Gleichzeitig aber sind Sicherheitsbedenken das größte Hindernis für eine noch intensivere Cloud-Computing-Nutzung. So fürchten ganze 60 Prozent der konsultierten Firmen unberechtigte Zugriffe auf sensible Unternehmensdaten. Vor Datenverlusten durch das Cloud Computing sorgen sich die Hälfte der Firmen, während 40 Prozent rechtliche Unsicherheiten als Hemmschuh für den Einsatz des Cloud Computing nennen. 55 Prozent geben an, dass das Cloud Computing die Einhaltung von Compliance-Anforderungen im Unternehmen gefährde und mit regulativen Rahmenbedingungen nur schwerlich in Einklang zu bringen sei.

Trotz dieser Sicherheitsvorbehalte setzen deutsche Unternehmen das Cloud Computing also bereits in größerem Maße ein. Für diesen Erfolg gibt es Gründe – etwa die bessere Ausnutzung von IT-Ressourcen oder den kostengünstigen Betrieb mit nutzungsbasierter Abrechnung, die maßgeblich zur raschen Verbreitung des Cloud Computing beitragen.

1 | 2 ... | 4