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Big Data als Chance - Aus digitalen Datenbergen entscheidungsrelevante Informationen filtern

Der globale Wettbewerb setzt Unternehmen unter Zugzwang. Das gilt für die produzierende Industrie ebenso, wie für den Handel. Big Data und der richtige Umgang mit den daraus generierten Informationen können Unternehmen bei der Entscheidungsfindung helfen. Mit tiefgreifenden Analysen lassen sich Trends und Nachfragen punktgenau definieren. Damit können Geschäftsentscheidungen vorbereitet, detailliert begründet und zeitnah umgesetzt werden. Das festigt Wettbewerbspositionen.

Autor: Petra Adamik

Daten seien der Rohstoff unserer Zeit, sagen die Einen. Von einer Art Goldrausch auf der Suche nach relevanten Informationen, die strategische Geschäftsentscheidungen unterstützen, sprechen die Anderen. Die Rede ist von Big Data. Ein Begriff, der für die "wirtschaftlich sinnvolle Gewinnung und Nutzung entscheidungsrelevanter Erkenntnisse aus qualitativ vielfältigen und unterschiedlich strukturierten Informationen steht, die einem schnellen Wandel unterliegen und in bisher ungekanntem Umfang anfallen“, wie es der Hightech-Verband BITKOM in seinem Leitfaden zu Big Data ausdrückt.

Die rasant wachsenden Datenberge verlangen nach einem neuen Umgang mit den darin gelagerten Informationen. Big-Data Infrastrukturen mit einer Fülle von individuellen Lösungsmodulen sind eine adäquate Lösung. Laut Berechnungen des IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Crisp Research wird in Deutschland der Markt für Big-Data-Lösungen bis Ende 2016 auf 13,6 Milliarden Euro anwachsen. Big Data gilt nicht nur für große Unternehmen als adäquate Lösung, um Trends frühzeitig zu erkennen, Marktchancen zeitnah zu nutzen und sich im Wettbewerb besser zu positionieren. Vielmehr springen mittlerweile auch mittelständische Unternehmen auf diesen Zug auf.

Echtzeitauswertung leicht gemacht

Für den Einsatz von Big-Data-Lösungen spricht, dass große Datenmengen in Echtzeit ausgewertet und eine Vielzahl neuer Anwendungen etabliert werden können. Das gilt über verschiedene Bereiche und Branchen hinweg, reicht von der medizinischen Forschung über die Ressourcenplanung in Unternehmen bis hin zur Auswertung von Markttrends im Consumer-Umfeld - auch unter Berücksichtigung lokaler Eigenheiten. Speziell das Zusammenspiel von Technologien wie Cloud Computing oder dem mobilen Internet schaffe neue Einsatzmöglichkeit, meint BITKOM, in dessen Auftrag die Studie von Crisp Research entstand.

Unternehmen stehen heute vor der Aufgabe, Daten aus unterschiedlichen Quellen und Plattformen zu extrahieren, auszuwerten und für strategische Entscheidungen zu nutzen. Entscheidungszyklen werden zunehmend kürzer, das Umfeld komplexer. Daten kommen heute aus den sozialen Medien, entstehen durch Bilddaten und nicht zuletzt durch das "Internet der Dinge." Deren schnelle Auswertung, möglichst in Echtzeit, schafft auch bei riesigen Datenmengen die Basis für relevante Geschäftsentscheidungen. Big-Data-Analysen lassen sich punktgenau, nach unterschiedlichen Kriterien erstellen und führen zu deutlich verbesserten Entscheidungsprozessen. Das kann sich erheblich auf die Wettbewerbsposition eines Betriebs auswirken.

Volatile Märkte verlangen schnelle Entscheidungen

In der produzierenden Industrie werden maschinell erzeugte Sensordaten verwendet, um Fertigungsprozesse zu optimieren. Mit Hilfe von Big Data lassen sich auch individuelle Bedarfsanalysen erstellen und Marktchancen für Industriegüter ermitteln. Detaillierte Analyseschritte ermöglichen dabei ein Herunterbrechen von Informationen auf kleinste Nenner, so dass zielgerichtet, beispielsweise auf den lokalen Bedarf hin, produziert werden kann. Big-Data-Analysen unterstützen durch die Ermittlung von Fehlerquellen auch den proaktiven Support. Eine schnelle Ersatzteilbeschaffung oder die Behebung eines Problems, bevor es sich auf beispielsweise auf die Einsatzbereitschaft einer Maschine auswirkt, fördert die Kundenzufriedenheit und stärkt die Kundenbindung.

Dem Groß- und Einzelhandel eröffnen sich mit Big Data völlig neue Perspektiven. Dank Kundenkarten und Bonussystemen ist der gläserne Kunde längst Realität. Handelsketten beispielsweise können das Verhalten ihrer Klientel durch Daten aus Cross-Selling-Plattformen analysieren. Anhand dessen haben sie dann die Option, individuelle Angebote zu erstellen, die den Wünschen der Konsumenten entsprechen. Der Wohlfühlfaktor beim Einkauf steigt, Kundenzufriedenheit und Kundenbindung verbessern sich deutlich.

Marktanforderungen erkennen und bedienen

Die vom Handel ermittelten Daten helfen auch dabei, Sortimente entsprechend der Kundenwünsche zusammenzustellen. Speziell für global aktive Unternehmen kann das zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor werden. Kunden in Asien haben andere Wünsche, als die auf dem europäischen oder US-amerikanischen Markt.

Was für globale Märkte gilt, kann auch für den regionalen Raum entscheidend sein. Oft unterscheidet sich das Kaufverhalten selbst innerhalb einer Stadt - was in einem Stadtteil ein Verkaufsschlager ist, mutiert in einer anderen Zone möglicherweise zum Ladenhüter. Durch Big-Data-Analysen kann der individuelle Bedarf ermittelt werden. Davon profitieren nicht nur die Kunden, sondern auch die Händler. Teure Verkaufsfläche wird durch den ermittelten Bedarf genau mit dem Warensortiment bestückt, das in einem bestimmten Ladenlokal nachgefragt wird. Der Kunde ist zufrieden, der Händler auch - weil seine Umsätze stimmen und er seine Wettbewerbsposition festigen kann.

Um aus der Datenflut entscheidungsrelevante Informationen zu gewinnen und für das Unternehmen einen Mehrwert zu erzielen, müssen IT und Fachabteilungen eng kooperieren. Bereichsübergreifende Lösungen und die Integration einer Vielzahl von Quellen und Plattformen sind notwendig, um zu den gewünschten Ergebnissen zu kommen. Experten halten eine übergreifende Datenarchitektur für die optimalste Lösung. In diese lassen sich die Daten aus allen Bereichen integrieren. Auf diese Weise kann aus verschiedenen Blickwinkeln der gesamte Wert von Informationen erschlossen werden, gleichzeitig verbessern sich Datensicherheit und Datenschutz. Davon profitieren alle Bereiche.