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Techniktrend: Innovationen rund um die Cloud

Neue Datentrassen, Data Center, Server-Prozessoren und Cloud-Computer: Die IT-Unternehmen arbeiten mit Hochdruck an Strukturen und Komponenten, die die digitale Transformation beschleunigen. Das Insider-Portal stellt vier spannende Entwicklungen und Projekte rund ums Cloud Computing vor.

Autor: Thomas Fischer

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Quelle: sakkmesterke, de.fotolia.com

Die digitale Transformation der Geschäftsprozesse in Unternehmen treibt die Entwicklung bei Rechenzentren und Cloud-Infrastrukturen weiter an. In seinem regelmäßig ermittelten „Branchenbarometer“ hat der Branchenverband Bitkom Cloud Computing als Top-Thema des deutschen ITK-Mittelstands im Jahr 2015 ermittelt. Die Zahl der Nennungen lag um beachtliche 20 Prozent über denen im Vorjahr. Dieser Industrie- und Markttrend war auch das beherrschende Thema der CeBIT 2016, der größten ITK-Messe der Welt.

Infografik: Cloud Computing wird zum Topthema im deutschen IT-Mittelstand | Statista
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Neue Finnland-Connection

Grundvoraussetzung für das Cloud Computing über externe Rechenzentren sind breitbandige Highspeed-Verbindungen der internationalen Datenautobahnen. Dem besseren – also schnelleren und sichereren – Datenverkehr zwischen Nord-und Mitteleuropa dient beispielsweise eine neue Glasfaserkabelverbindung zwischen Deutschland und Finnland. Das von der EU und der finnischen Regierung initiierte Projekt beschleunigt ebenfalls den Datenaustausch zwischen West- und Osteuropa, da das skandinavische Land hier einen wichtigen Knoten darstellt.

Die praktische Umsetzung startete am 12. Oktober 2015. Dank günstiger Witterungsbedingungen dauerte die Verlegung des 1.172 Kilometer langen Kabels von Helsinki nach Rostock durch die Ostsee nur drei Monate. Es stellt acht neue Glasfaserkabelpaare mit einer Gesamtbandbreite von 15 Terabyte pro Sekunde und einer sehr geringen Latenz von rund 10 Millisekunden bereit.

Von der neuen Finnland-Connection profitieren Betreiber von Rechenzentren ebenso wie internationale Unternehmen mit intensiven Datenaufkommen. So war denn auch der deutsche Service-Provider Hetzner online Co-Investor bei diesem Projekt. Das Unternehmen möchte möglichst bald einen neuen Rechenzentrumspark für Cloud Computing in der Nähe von Helsinki in Betrieb nehmen. Für seine deutschen und europäischen Kunden hat der Standort Finnland nicht nur wegen der schnellen Glasfaserverbindung Vorteile. Da das Land Teil der EU ist, gelten für die dort gelagerten Daten auch die europäischen Datenschutzrichtlinien.

Zudem profitiert Hetzner von den dort deutlich niedrigeren Energiekosten. Ebenfalls positiv: Finnland nutzt zwar noch Atomtechnik, deckt aber einen immer größeren Anteil seines Strombedarfs mit Wasserkraft und anderen erneuerbaren Energiequellen.

Datencenter unter Wasser

Anstatt lediglich Kabelverbindungen will IT-Riese Microsoft gleich ganze Rechenzentren auf den Meeresboden verlegen. Das entsprechende Projekt heißt „Natick“ und befindet sich bereits in der Erprobungsphase. Ausgangspunkt war eine einfache Überlegung: Da 50 Prozent der US-Bevölkerung an den Küsten leben, ist es sinnvoll, dass auch die Daten in Nähe vorgehalten werden.

Als Microsoft-Manager Norman Whitaker Anfang des Jahres 2013 ein firmeninternes Whitepaper über die Vorteile eines Data Centers unter Wasser in die Hände geriet, war er von dieser Idee so beeindruckt, dass er umgehend ein Projektteam ins Leben rief. Im August 2014 gab es grünes Licht aus der Microsoft-Chefetage. Ein Jahr später wurde Natick dann in die Tat umgesetzt und der Prototyp eines Rechenzentrums vor der kalifornischen Grenze im Pazifischen Ozean versenkt. Das Data Center ist auf den Namen „Leona Philpot“ getauft. Nach umfangreichen Tests wurde es im Dezember 2015 für Analysen in der Microsoft-Zentrale in Redmond wieder vom Meeresgrund geborgen.

Ein Rechenzentrum geht baden: Microsoft versenkte im Sommer 2015 einen Data-Center-Prototypen vor der kalifornischen Küste im Meer. - 
Ein Rechenzentrum geht baden: Microsoft versenkte im Sommer 2015 einen Data-Center-Prototypen vor der kalifornischen Küste im Meer.

Quelle: Microsoft

Bei seinem Unterwasser-Datencenter geht Microsoft nicht nur beim Standort neue Wege. Es besteht auch vollständig aus umweltfreundlichen und recyclebaren Materialien. Als Lebensdauer werden mindesten 20 Jahre angestrebt, eine Wartung soll nur alle 5 Jahre nötig sein. Schon beim Prototypen wurde weder zur Kühlung noch zu anderen Zwecken Meerwasser eingesetzt. Auch sein Versenkungsort war so gewählt, dass keine Schäden am Meeresgrund und für die Umwelt entstanden.
Leona Philpot wurde für den Testbetrieb noch per Kabel mit dem Stromnetz und einem Internetknoten an der Küste verbunden. Bei einer Markteinführung der Unterwasser-Datencenter sind jedoch die Stromversorgung über alternative Energiequellen, etwa Offshore-Windkraft-, Solar- oder Gezeitenkraftwerke, sowie die Internetanbindung an die die Unterseekabel der internationalen Datenautobahnen vorgesehen.

Neue Intel® Xeon® Prozessoren machen Cloud Computing Dampf

Die Entwicklungsphase bis zur Marktreife schon hinter sich haben die Server-CPUs der Intel® Xeon® Prozessor D-1570 Produkt-Familie, die der PC-Prozessorpionier Mitte Februar 2016 vorgestellt hat. Sie versprechen einen deutlichen Leistungsgewinn bei erhöhter Energieeffizienz durch eine bahnbrechende Verringerung der Verlustleistung.

Möglich macht dies die Verdopplung der CPU-Kerne auf 16. Der Intel® Xeon® Prozessor D-1571 und der Intel® Xeon® Prozessor D-1577 werden jeweils mit 1,3 GHz getaktet und haben dabei eine Verlustleistung von nur 45 Watt. Bei den Intel® Xeon® Prozessoren, die bislang in bestehenden Servern zum Einsatz kommen, sind es noch 100 Watt. Die geringere Verlustleistung bedeutet für die Betreiber von Rechenzentren auf Dauer eine nicht zu vernachlässigende Energieersparnis. Weitere technische Eckwerte der neuen Intel® Xeon® Prozessoren sind ein L3-Cache von 24 MByte, der Turbo-Takt von bis zu 2,1 GHz und die Unterstützung von bis zu 128 GByte DDR3- und DDR4-RAM.

Die Intel® Xeon® Prozessor D-1570 Produkt-Familie arbeitet mit 16 CPU-Kernen und einer Verlustleistung von lediglich 45 Watt bei einer Taktfrequenz von 1,3 GHz. - 
Die Intel® Xeon® Prozessor D-1570 Produkt-Familie arbeitet mit 16 CPU-Kernen und einer Verlustleistung von lediglich 45 Watt bei einer Taktfrequenz von 1,3 GHz.

Quelle: Intel

Neue Endgeräte für die Cloud

Die wachsende Bedeutung des Cloud Computings macht auch vor den Endgeräten nicht Halt. Neue Anwendungsbereiche wie die Verarbeitung der Daten aus dem Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) oder Industrie-4.0-Strukturen erfordern robuste Endgeräte. Dell hat im Februar 2016 neue Industrie-PC-Lösungen in Form von Embedded-Box-PCs vorgestellt. Der Vorteil dieser Geräte der Enterprise-Klasse liegt unter anderem in der kurzen Zeit bis zur Inbetriebnahme. Hinzu kommt ein umfassender Support, der den störungsfreien Einsatz gewährleistet.

Robuste Cloud-Computer: Die neuen Embedded-Box-PCs von Dell, hier ein Gerät der leistungsstärkeren 5000er-Serie. - 
Robuste Cloud-Computer: Die neuen Embedded-Box-PCs von Dell, hier ein Gerät der leistungsstärkeren 5000er-Serie.

Quelle: Dell

Die neuen Embedded-Box-PCs haben keinen Lüfter und eignen sich daher sehr gut für lärmsensible Umgebungen. Sie lassen sich mit oder ohne Tastatur, Maus und Monitor verwenden. Umfangreiche kabelgebundene sowie drahtlose Input-Output-Optionen stehen zur Verfügung.

Die Embedded-Box-PCs der 3000er-Serie arbeiten mit Intel® Atom™ Prozessoren. Dank der kompakten Maße sind sie besonders für Anwendungen bei beengten Platzverhältnissen geeignet, etwa für Kioske, Verkaufsautomaten oder Fahrzeuge. Die PCs der 5000er-Serie arbeiten mit Intel® Core™ Prozessoren, haben zwei PCI-/PCIe-Steckplätze für Erweiterungen und sind auf hohe Leistung sowie Input-Output-Skalierbarkeit ausgelegt. Das prädestiniert sie für Industrie-PC- und IoT-Anwendungsfälle, etwa in der Produktion und der Automatisierungssteuerung.

Fazit

Die vier vorgestellten Projekte stehen als Beispiele für viele innovative Projekte und aktuelle Entwicklungen in allen IT-Bereichen rund um das Thema Cloud Computing. Die IT-Wirtschaft wird auch weiterhin an einer Beschleunigung des internationalen Datenverkehrs arbeiten – wie durch das neue Datenkabel zwischen Deutschland und Finnland, das Rechenzentren in Mittel-, Nord- und Osteuropa besser verbindet. Und Data Center auf dem Meeresgrund sind durchaus keine Science-Fiction-Szenarien mehr, auch wenn das Microsoft-Projekt Natick noch im Forschungsstadium steckt. Leistungsfähigere Server-Prozessoren wie die Intel® Xeon® Prozessor D-1570 Produkt-Familie und auf Cloud-Anwendungen zugeschnittene neue PCs, beispielsweise die neuen Embedded-Box-PCs von Dell, sorgen dafür, dass Cloud Computing für Unternehmen immer effektiver und effizienter wird.

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