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Online erfolgreich handeln

Rechtssicherheit im Online-Verkauf

Einen rechtssicheren Webshop zu erstellen und zu betreiben ist ein komplexes Thema. Es reicht nicht aus, ein AGB-Muster, das vermeintlich "wasserdicht" ist, in den Shop aufzunehmen. Zusätzlich müssen die rechtlich vorgeschriebenen Informationen an den richtigen Stellen eingebunden und die Bestellprozesse juristisch korrekt ausgestaltet werden.

Aus Besuchern des eigenen Webshops Kunden zu machen ist die Paradedisziplin des E-Commerce. Haben potenzielle Käufer kein Vertrauen in das Angebot des Online-Händlers, werden sie auch nicht kaufen. Umso wichtiger ist es, von Anfang an auf die Sicherheit des eigenen Angebots zu achten, denn Sicherheit schafft Vertrauen.

Die Palette der vom Gesetzgeber geforderten Punkte ist breit: Sie reicht von der Ausgestaltung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) über die Regelungen zum Vertragsabschluss und zum Widerrufsrecht bis hin zur Bezahlung der Ware. Der nachfolgende Beitrag zählt die wichtigsten rechtlichen Anforderungen an einen Webshop auf und hilft dem Internethändler, im Dschungel der gesetzlichen Vorschriften den Überblick zu behalten und sich gleichzeitig gegen die Volkskrankheit Massenabmahnung zu schützen.

Schreckgespenst Abmahnung

Händler unterliegen in Deutschland einem strengen Wettbewerbsrecht. Das gilt zwar auch für den "klassischen" Verkauf im Ladengeschäft, aber in weitaus schärferer Form für den Online-Handel. Gerade die Informationspflichten beim Fernabsatzkauf und die Pflichten im elektronischen Geschäftsverkehr sind die gängigen Angriffspunkte, auch als "Abmahnfallen" bekannt.

Abmahnungen können durch Konkurrenten, Verbände, Verbrauchervertretungen oder Wettbewerbszentralen erfolgen. Seite einigen Jahren gibt es Rechtsanwälte, die sich – vermutlich aufgrund fehlender seriöser Mandantenaufträge – auf Massenabmahnungen spezialisiert haben und mittlerweile zu einer echten Landplage geworden sind. Sie haben entdeckt, dass selbst ein harmloser Fehler in einem Online-Shop schnell zugunsten ihrer Mandanten, die ebenso zwielichtig sind wie sie selbst, und auch zum Füllen der eigenen Kasse ausgenutzt werden kann.

Wer eine Abmahnung erhält, ist in seinem Geschäftsbetrieb geschwächt. "Ein Streit über die rechtliche Zulässigkeit eines Online-Shops kostet nicht nur Zeit, Geld und Nerven. Vielmehr müssen sich die Entscheidungsträger des Webshops mit dem Angriff beschäftigen und können sich in dieser Zeit nicht um das Kerngeschäft kümmern", sagt Stefan C. Schicker, LL.M. Rechtsanwalt und Partner der Kanzlei SKW Schwarz Rechtsanwälte.

Schuld am Abmahnungswesen sind aber nicht nur die Abmahner, sondern zum Teil die Webshop-Betreiber selbst, denn sie bedenken die rechtlichen Belange häufig erst dann, wenn es bereits zu spät ist. Diese Haltung ist kurzsichtig und nicht nachvollziehbar, so Schicker, denn bereits mit einer gewissen Grundsensibilisierung für die gesetzlichen Vorschriften und einem grundlegenden Verständnis für diese Regeln ließen sich viele Kardinalfehler vermeiden.

Transparenz

Der rote Faden beim Betrieb eines Online-Shops ist die Einhaltung der Transparenz gegenüber dem Nutzer. Ob die Angabe der Kontaktdaten im Impressum oder die Gestaltung des Bestellprozesses – der Shop-Besucher muss die Informationen klar und unmissverständlich dargestellt bekommen. Das gilt vor allem für die Versandkosten, sagt Rechtsanwalt Schicker. Diese würden oftmals nur versteckt oder schwer zugänglich angegeben. "Ein ausländischer Kunde im Shop weiß dann beispielsweise nicht, ob überhaupt ein Versand in sein Heimatland stattfindet und, wenn ja, zu welchen Kosten." Statistiken belegen, dass ein transparenter Bestellprozess den Umsatz des Shops deutlich steigern kann und ein intransparenter schnell zum Bestellabbruch führt.

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