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IT-Outsourcing in der DACH-Region

Vor allem aus Kostengründen lagern viele Unternehmen IT-Aufgaben nach Indien, China oder Indonesien aus. Kulturelle Unterschiede, große Entfernungen und unterschiedliche Zeitzonen sorgen jedoch immer wieder für Probleme. Das sogenannte Nearshoring in mittel- und osteuropäische Länder wird deshalb als Outsourcing-Alternative immer beliebter.

Autor: Pawel Szymanski, Business Solution Manager, Comarch ICT

Das IT-Outsourcing ist eine beliebte Alternative zur unternehmensinternen Bereitstellung von IT-Dienstleistungen durch eine eigene IT-Abteilung und wird seit Jahren von Unternehmen in der DACH-Region genutzt. Es wird geschätzt, dass heute circa 50 % der Unternehmen bereits IT-Outsourcing in unterschiedlichem Umfang betreiben bzw. in naher Zukunft zu nutzen beabsichtigen.

Die wichtigsten Vorteile des IT-Outsourcings aus Sicht der Unternehmen sind: Kosteneinsparungen im IT-Bereich, Standardisierung der IT-Dienstleistungen, Konzentration auf das Kerngeschäft und Einsetzung interner IT-Ressourcen für die Entwicklung von Schlüsselkompetenzen und die Umsetzung strategischer IT-Projekte. Ein weiteres, genauso wichtiges Argument, welches für das IT-Outsourcing spricht, ist die Tatsache, dass es für Unternehmen immer schwieriger geworden ist, IT-Fachkräfte auf dem lokalen Arbeitsmarkt zu gewinnen und diese langfristig an das Unternehmen zu binden. Der Mangel an IT-Fachkräften beträgt Schätzungen zufolge allein in Deutschland mehrere Tausend. Daher sehen Unternehmen in der Zusammenarbeit mit einem IT-Outsourcing-Anbieter die Chance, von den Fachkenntnissen hochqualifizierter IT-Spezialisten profitieren sowie flexibler und schneller auf die sich ständig verändernde Geschäftsumgebung reagieren zu können.

Etwa die Hälfte aller Outsourcing-Verträge in Deutschland wird durch lokale IT-Anbieter bzw. deren lokale Subunternehmen ausgeführt. Auf der Suche nach den preisgünstigsten Dienstleistungen entscheiden sich Unternehmen jedoch häufig für Outsourcing-Verträge mit Lieferanten, die bei der Erbringung von IT-Dienstleistungen auf IT-Fachkräfte in Süd- und Ostasien zurückgreifen (z. B. Indien, China, Philippinen und Vietnam). Es wird geschätzt, dass 35 % aller Outsourcing-Verträge auf dem deutschen Markt in diesem sog. Offshoring-Modell abgewickelt werden. Dieser bis vor Kurzem sehr deutliche Trend beginnt sich jedoch umzukehren. Unternehmen, auch in der DACH-Region, entscheiden sich zunehmend für Nearshoring statt für Offshoring. Bei Offshoring-Modellen mussten viele Unternehmen feststellen, dass Kulturunterschiede, unterschiedliche Zeitzonen, Schwierigkeiten bei der Kommunikation in Deutsch und andere Probleme, z. B. bei der Sicherstellung des erforderlichen Datenschutzes, die Qualität und die tatsächlichen Kosten der IT-Dienstleistungen negativ beeinflussen.

Beim Nearshoring werden die Outsourcing-Leistungen von Anbietern aus nahe gelegenen Ländern, insbesondere in Mittel- und Osteuropa, erbracht. Daher treten beim Nearshoring die oben genannten Probleme gar nicht auf oder lassen sich erfolgreich beheben. Die Personalkosten liegen auch in den Nearshoring-Ländern deutlich unter denen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im Vergleich zu Asien sind sie zwar höher, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis spricht eindeutig für das Nearshoring. Ein weiterer Vorteil ergibt sich daraus, dass die EU-Mitgliedsländer den gleichen Datenschutzvorschriften unterliegen, wodurch das Sicherheitsrisiko deutlich reduziert ist.

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