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Zukunftssichere Netzinfrastrukturen

Software-Defined Networking: Migrationsstrategien und Einsatzszenarien

Der Weg vom "normalen" Netzwerk zu SDN – Teil 1

Auch wenn Software-Defined Networking (SDN) eine vielversprechende Technik ist, gilt für den Umstieg dasselbe wie für jede Migration im Netzwerkbereich: Der Umbau einer vorhandenen Infrastruktur ist eine Herausforderung. In der Praxis dürften sich gemischte Umgebungen etablieren, in denen SDN-Controller, konventionelle Switches und Router koexistieren.

Software-Defined Networking (SDN) ist eine junge Technologie. Ein Indiz dafür ist, dass es SDN und die verwandte Technologie NFV (Network Function Virtualization) in den "Hype Cycle" des Marktforschungsunternehmens Gartner geschafft haben. Dort nahmen beide Ende 2013 noch einen Spitzenplatz im Bereich "Überzogene Erwartungen" ein. Somit steht SDN und NFV nun laut Gartner der Abstieg ins Tal der Tränen bevor, die Ebene der "Desillusionierung". In etwa in zwei bis drei Jahren wird sich das softwareprogrammierte Netz aus dem Tief herausgearbeitet haben.

Doch Hype Cycle hin, Desillusionierung her: Unternehmen haben mit SDN-Feldversuchen begonnen. Ein Kernproblem dabei ist, wie bei allen neuen Netzwerktechniken, dass es nur in seltenen Fällen möglich ist, eine SDN-/NFV-Implementierung auf der "grünen Wiese" vorzunehmen, also ein komplett neues Netz aufzubauen. In den meisten Fällen muss gewissermaßen eine Operation am offenen Herzen vorgenommen werden, also eine Migration im laufenden Betrieb. Am offenen Herzen deshalb, weil eine funktionierende IT-Umgebung heute für so gut wie alle Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen unverzichtbar ist. Feldversuche mit neuen Technologien sollten daher mit größter Vorsicht vorgenommen werden, im Idealfall in einem separaten Netzwerk, das zudem aus Unternehmenssicht nicht strategisch wichtig ist.

Nutzer skeptisch bezüglich Migrationsszenarien

Derzeit dominiert denn auch bei Chief Information Officers (CIOs) und Netzwerk-Managern gegenüber SDN eine eher vorsichtige Haltung. Das bestätigt Steven Speirs, ein Mitarbeiter des Services-Teams von Cisco Systems, in einem Beitrag im Datacenter-Blog des Unternehmens. Demnach ist SDN derzeit vor allem bei Unternehmen mit sehr großen ("Hyper Scale") Rechenzentren ein Thema. Dazu zählen Google, Facebook und Telekommunikationsfirmen wie der japanische Service Provider NTT, die Telekom, Telefonica und Telecom Italia.

Allerdings registrieren Hersteller von Netzwerklösungen wie Cisco laut Speirs generell ein wachsendes Interesse an Techniken, die es der IT-Abteilung erlauben, Netzwerkdienste schneller und flexibler bereitzustellen. Zu diesen Techniken zählen SDN und NFV, aber auch herstellerspezifische Ansätze wie Cisco ONE (Open Network Environment) und ACI (Application Centric Infrastructure). Hinzuzurechnen ist zudem VMwares NXS-Architektur, die auf einer Overlay-Netzwerkstruktur mit Virtual Switches basiert.

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