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Zukunftssichere Netzinfrastrukturen

Software-Defined Networking: Grundlagen und Einsatz

Software macht das Netzwerk flexibler (Teil 2)

Der zweite Teil des Grundlagen-Artikels zu SDN geht unter anderem auf Overlay Netzwerke als Alternative zu SDN ein und erläutert, wie sich die beiden Techniken vertragen. Außerdem zeigt er auf, was bei der Einführung von SDN zu beachten ist.

  Overlay-Netze als Alternative

Als Alternative beziehungsweise Ergänzung des SDN-Konzepts werden virtualisierte Netzwerk-Overlay-Infrastrukturen (Virtual Network Overlays) gehandelt. Unter anderem hat Cisco Systems mit Cisco ONE (Open Network Environment) ein solches Konzept entwickelt. Im Unterschied zu SDN beschränkt sich ein Overlay-Netz nicht auf Control und Data Plane, sondern bezieht über entsprechende Application Programming Interfaces auch höhere Ebenen mit ein, etwa das Management und die Orchestrierung. Zudem lassen sich, so Cisco, in einer Overlay-Struktur Vergleich zu SDN erweiterte Netzwerkanalyse-Funktionen verwenden. Auf Basis der Daten, die diese Applikationen liefern, kann ein Netzwerkverwalter detaillierte "Network Policies" definieren. Das wiederum macht es einfacher, IT-Services bereitzustellen.

 - Anbieter wie Netzwerkkomponenten wie Cisco führen ins Feld, dass sich SDN auf die Control Plane und Forwarding Plane beschränkt. Gefragt seien jedoch Konzepte, die eine umfassende Abstimmung und Orchestrierung von Anwendungen und Netzwerk erlauben, etwa mithilfe von Overlay-Konzepten.

Anbieter wie Netzwerkkomponenten wie Cisco führen ins Feld, dass sich SDN auf die Control Plane und Forwarding Plane beschränkt. Gefragt seien jedoch Konzepte, die eine umfassende Abstimmung und Orchestrierung von Anwendungen und Netzwerk erlauben, etwa mithilfe von Overlay-Konzepten.

Quelle: Cisco

Ein Vorteil von Overlay-Strukturen ist, dass sie OpenFlow, OpenStack und Network Functions Virtualization unterstützen, gleichzeitig aber mit der vorhandenen Infrastruktur zusammenarbeiten, etwa vorhandenen Switches und Servern. Das ist wichtig, weil kaum ein Unternehmen eine neue SDN-basierte Infrastruktur "auf der grünen Wiese" aufbauen kann. Somit muss die IT-Abteilung Wege finden, bestehende Netzwerkkomponenten mit SDN beziehungsweise NFV (Network Function Virtualization, SDN-ähnliche Technik für Provider-Netze) zu kombinieren. Overlays stellen in diesem Fall einen probaten Weg dar.

Während sich SDN auf die Trennung von Control und Data Plane beschränkt, wird bei Netzwerk-Virtualisierung der gesamte Management-Layer, inklusive SDN, von der zugrundeliegenden physischen Infrastruktur abstrahiert. Das bedeutet, dass auch in diesem Fall, dass Netzwerkfunktionen gewissermaßen programmiert werden können. Aus diesem Grund gilt Overlay Network Virtualization bei vielen Netzwerkfachleuten als eine von mehreren Ausprägungen von SDN.

Vorteile von Overlay Network Virtualization

Eine Overlay Network Virtualization hat den Vorteil, dass sich damit bestehende Netzwerke, in denen Standard-Switches eingesetzt werden, auf eine Weise erweitern lassen, dass sie auch mit Workloads in virtualisierten und Cloud-Computing-Umgebungen umgehen können. Dazu nutzten Overlay-Netze Tunnel, über die der Datenverkehr zwischen Virtual Hosts läuft. Ein Schwachpunkt dieses Ansatzes ist nach Angaben von SDN-Spezialisten wie Big Switch, dass die Steuerung der Virtual Switches über herstellerspezifische Protokolle erfolgt.

Dem stehen jedoch handfeste Vorteile gegenüber. So können die Netzwerkfachleute von Unternehmen mithilfe von Overlay-Infrastrukturen ohne Risiko Erfahrungen mit programmierbaren Netzen sammeln. Zudem lässt sich auf diese Weise eine Virtualisierungsebene über vorhandene Netzwerk-Hardware legen. Dadurch haben Unternehmen die Möglichkeit, die vorhandene Infrastruktur weiterhin zu nutzen – ein Faktor, der in Zeiten knapp bemessener IT-Budgets durchaus zu beachten ist.

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